JHV Klootschießerlandesverband Oldenburg

Robert Schröder der neue Boss im Landesverband

Große Lobeshymen auf das Duo Johann Hasselhorst und Rainer Mennen

Etliche Positionen bei den Fachwarten noch offen

Jugendförderpreis an den Mentzhauser TV


WBö Neuenburg, Auf  eine Mammutveranstaltung von 3 ½ Stunden sollten sich die 76 anwesende Personen bei der Jahreshauptversammlung vom Klootschießerlandesverband Oldenburg (KLVO)  im Laufe des Abends im „Neuenburger Hof“ in Neuenburg, Kreisverband Friesische Wehde, einstellen.  Das lag daran das ein Umbruch, in der Personalunion anstand.
Im Vorfeld hatten der Vorsitzende Johann Hasselhorst und Geschäftsführer Rainer Mennen, nach zehn Jahren, ihren Rückzug bekannt gegeben. Lang somit auch die Liste der Ehrengäste und der Dankes- und Lobesworte. Die Liste der Sprecher wurde angeführt vom  Bürgermeister Heiner Lauxtermann, und fortgeführt vom stellv. Landrat Gustav Zielke, dem Kreissportbund Vorsitzenden Kai Langer. Alle, so auch Rita Kropp, De Spieker, Peter Fildstedt, Niederdeutsche Heimat-und Kulturverein und Hans-Rudolf Mengers, Rüstringer Heimatbund stellten ihre Verbundenheit und die Bedeutung vom Heimatsport und die Kultur, sowie die Pflege der plattdeutschen Sprache , in dieser Region, heraus. 
Die sportliche Zusammenarbeit drückten die Delegationen aus dem „Schwesterverband“ mit Johannes Trännapp  Vorsitzender vom Landesklootschießerverband Ostfriesland und  Klaus Jürgen Lorenzen von den befreundeten Friesensportler aus Schleswig Holstein, dem Unterverband Eiderstedt, aus. Trännapp  auch zu dem deutlichen Minus in der Mitgliederentwicklung im FKV: „ In der Breite sind die Vereine gefragt“. Zum Trio aus Ostfriesland zählten auch noch Edeltraud Wiets-Frerichs und Rainer Behres. Die Eiderstedter waren neben Lorenzen, mit Jürgen Gebert, Holger Christiansen und Volker Wiese, vertreten. Jan-Dirk Vogts FKV Vorsitzender fand auch selbstkritische Worte. „ Man hat in den Jahren über Tagungen und Lehrgänge einiges angeboten. Umgesetzt an der Basis ist nicht viel.“
Seinen sportlichen Jahresbericht hielt Johannes Hasselhorst bewusst kurz. Drei sportliche Highlights stellte der Vorsitzende, mit der FKV Mannschaftsmeister im Straßenboßeln durch die Männer vom KBV Grabstede, dem Sieg in der Championstour mit Astrid Hinrichs KBV Schweinebrück und das Freundschaftstreffen mit dem Unterverband in Klauhörn, heraus.
An diesem Abend wurde das neue Faltblatt, „Heimatsport, der gesunde Sport für Jedefrau/Jedemann, Auflage 15000 Exemplare, vorgestellt. Dies ist die dritte Auflage von einem Faltblatt. Zum 2. Mal brachte der KLVO einen Jahreskalender heraus. Mit dem neuen Fanschal, in den Oldenburger Farben blau/rot mit dem Upstaalsboom und dem Schriftzug „Klootschießerlandesverband Oldenburg“  kann man seine Verbundenheit zum Heimatsport präsentieren. Hasselhorst: „ Ein rasanter Wandel, neue Wege gehen“.
Zu Wort kam auch ein Sponsor, das Ehrenmitglied, der 79 jährige Johann van Düllen. Für den neu eingeführten Wettbewerb Ligenpokal hat er zwei große Wanderpokale zur Verfügung gestellt.
Dann der wichtigste Tagespunkt, Neuwahlen. Um 21.35 Uhr hatte der KLVO mit dem 53 jährigen Robert Schröder aus Osterscheps, Verein Ohrwege/Ohrwegerfeld, einen neuen „Boss“.  Schröder ist auch Kreisvorsitzender der ammerschen Klootschießer und Boßler.
Zwei weitere Kreisvorsitzende werden ihn unterstützen. Neuer 2. Vorsitzender ist der 49 jährige Heiner Janßen vom KBV Cleverns und die Position des 3. Vorsitzenden übernimmt der 65 jährige Helmut Tetz  vom KBV Grabstede. Den Geschäftsführer stellt nun der 43 jährige Olaf Löhmannsröben vom KBV Bredehorn. Bei den Wahlen der Fachwarte sah man, die Personalsuche muss forciert werden, will man die jetzigen ehrenamtlichen Mitarbeiter nicht mit Hausaufgaben überhäufen. Dieses Dilemma, Nichtbesetzung, hat sich in den letzten Jahren eingestellt und angehäuft. Von den verschiedenen zu vergebenen Posten, Vorsitzender und Stellvertreter, sind zur Zeit im Klootschießen, Feldobmann, Männer, Junioren und Jugend (5), Frauenwartin Boßeln und Kloot (4) EDV Fachwart und Pressewart, insgesamt elf Ämter, noch offen. Nicht wieder zur Wahl stellten sich der Feldobmann Hinny Harms und Jugendwart Bernd Tapkenhinrichs beide vom KBV Kreuzmoor. Im Hinblick auf den möglichen Feldländerkampf gegen Ostfriesland, steht kommissarisch als Feldobmann, Andy Stindt , Kreisvorsitzender KV Waterkant, als gewichtiges „Sprachrohr“ für die Oldenburger zur Verfügung. Für den richtigen Weg der Klootkugel, ist man mit gleich fünf Bahnweisern gut aufgestellt. Als Neuling stieß noch Claus Dörrbecker (KBV Blexen) hinzu. 
Anträge lagen einige auf dem Tisch. Gegenseitig schlug sich das bisherige Führungsduo  für den Ehrentitel vor, was von der Versammlung wohlwollend angenommen wurde. Johann Hasselhorst ist nun Ehrenvorsitzender und Rainer Mennen Ehrengeschäftsführer. Die beiden werden sich im Ehrenamt weiterhin bei der Oldenburgischen Landschaft einbringen.
Der Antrag vom KV Friesische Wehde, das die Einführung neuer Altersklassen auf Landesebene, ab 6 Teams, nur vorgenommen wird, wenn der Unterbau auf Kreisebene weiterhin existiert, wurde mehrheitlich angenommen. Vom Verein KBV Kreuzmoor, der Vorschlag auf die Einführung der Frauen Altersklasse V bei den Landes Boßel-Einzelmeisterschaften, wurde abgelehnt. Landes Boßelobmann Andre Kuhlmann wollte bei Metergleichheit, bei der Einzelmeisterschaft Boßeln, das zusätzliche Stechen (Zeitverzögerung) abschaffen. Hier sollten dann die letzten fünf Würfe, von zehn, für die Entscheidung berücksichtigt werden. Dieser Antrag wurde zur Bearbeitung in den Arbeitsausschuss (AA) verwiesen.  
Nach dem Ausscheiden von Hasselhorst und Mennen, bedankte sich Johannes Trännapp für die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Verbänden und übereichte Buchgeschenke. Urkunden hielt vom Unterverband Eiderstedt, Ehrenvorsitzender Jürgen Gebert bereit. Gebert: „ Die Chemie stimmte unter Freunden“. Eine FKV Verdienstnadel und Urkunde übereichte FKV Vorsitzende Jan-Dirk Vogts an Rainer Mennen, für 20 jährige Verbandsarbeit.
Das Führungs-Duo hat sich verstanden und eine innige Freundschaft untereinander aufgebaut, das brachte die jeweilige Laudation, vorgetragen von Mennen und Hasselhorst hervor. Mennen: „ wortlose Übereinstimmung“, „ Johanns starke Reden“, „Blindes Vertrauen“. Hasselhorst: „ Sofort ein mit einander“, „Neue Wege gehen“, und das Motto von Mennen lautete: „ Ich will gestalten, nicht verwalten“. Das Schlusswort von dem Ehrenvorsitzenden:“ Jeder an seinem richtigen Platz ist wichtig“.
Das große Stedingen Schild überreichte Peter Fildstedt an den KV Friesische Wehde. Dieses Schild erhält jeweils der beste oldenburgischen Kreisverband, vom FKV Mehrkampf. Das „alte“ Schild, elfmal von dem KV Butjadingen gewonnen, ging endgültig in den Besitz der Butjenter über. Um den Jugendförderpreis hatten sich sieben Vereine beworben. Diesmal wurden zwei zweite Plätze, Geldpräsent jeweils 150 Euro, an den KBV Hollwege und KBV Ruttel vergeben. Der 1. Preis, dotiert mit 300 Euro, wurde an dem Mentzhauser TV überreicht.

Mit dem traditionellen dreifachem „Fleu herut" und dem Singen der Landeshymne „Heil di o Oldenburg" schloss die Veranstaltung um 23.20 Uhr.

 

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Kategorie: In eigener Sache, geschrieben am 25.11.2013 von Robert Schröder